Klima und Energie

Klima und Energie

in Erlangen

Klimawende jetzt!

Die Stadt Erlangen hat als erste bayerische Stadt den Klimanotstand ausgerufen und muss alles, was in ihrer Möglichkeit steht, tun, um das Ziel der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu erreichen. Dies legt die Stadt darauf fest, baldmöglichst die Klimaneutralität zu erreichen. Wo immer möglich, müssen die Maßnahmen priorisiert werden, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen

1957  

neu gepflanzte Bäume

17 Jahre

liegt die Stadt Erlangen beim Kohleausstieg vor dem Bund

Gemeinsam viel erreicht –
gemeinsam viel vor

Aktuelle und zukünftige Projekte für Erlangen.

2014
2014
Naturnahe Grünpflege und Entsiegelung städtischer Plätze und Straßen

Naturnahe Grünpflege und Entsiegelung städtischer Plätze und Straßen

Die städtische Grünpflege wird auf extensiv, naturnah umgestellt. Blühwiesen werden angelegt. Plätze und Straßen werden entsiegelt und begrünt. Bäume werden gepflanzt.

Mai

Hohe Energiestandards im Neubau

Festlegung der energetischen Standards bei Neubauten durch städtebauliche oder Kaufverträge auf im Regelfall 30 % besser als EnEV. Gestaltung eines kompletten Neubaugebiets als Energie-Plus-Gebiet. Städtische Neubauten und Sanierungen erfolgen im Regelfall im Passivhausstandard.

2014
2014
Förderung energetische Sanierung und Solarenergie plus Öffentlichkeitskampagne

Förderung energetische Sanierung und Solarenergie plus Öffentlichkeitskampagne

Die energetische Sanierung von Gebäuden von Privatleuten sowie die Errichtung von Solarthermie und in Zukunft auch PV wird zusätzlich kommunal gefördert. Dafür wird eine Öffentlichkeitskampagne gemacht. Seit Amtsantritt der neuen Stadtratsmehrheit wurde die Förderung auf ein Zigfaches angehoben und für Splarthermie geöffnet. Es ist nun auch beschlossen, auch Photovoltaik zusätzlich zu fördern. Eine öffentliche Kampagne wird nun folgen

Jun
2015
2016
2016

Kommunales Glyphosatverbot und kommunales Pestizidverbot

Landwirtschaftliche Flächen im Eigentum der Stadt werden mit der Bedingung des Verzichts auf den Einsatz von Glyphosat verpachtet. In einer zweiten Stufe nur noch bei Verzicht auf jegliche Pestizide. Städtische Grünpflege wird ohne jeden Pestizideinsatz betrieben.Glyphosatverbot seit 2016. Pestizidverbot bei der städtischen Grünpflege bereits seit OB Hahlwegs (SPD) Zeiten. Genereller Pestizidausschluss bei neu zu verpachtenden Flüchen ist als Antrag gestellt. 

Dez
2017
2017

Bio-Stadt und Fairtradestadt

Schrittweise Steigerung des Bio-Anteils bei der Verpflegung in städtischen Einrichtungen, insbesondere Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Ebenso Steigerung des Anteils fair gehandelter Produkte in Unternehmen, Geschäften und Gastronomiebetrieben. uf Antrag der SPD Bio-Stadt. Kontinuierliche Steigerung der Bio-Anteile wird umgesetzt. Auf Antrag der SPD wurde ein Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit beschlossen. Anträge der SPD für Bälle nur noch aus fairem Handel sowie zur Ausweitung der nachhaltigen Beschaffung sind eingebracht.

Okt
2017

Fern- und Nahwärmeausbau der ESTW

Das Netz der ESTW für die energieeffiziente Fern- oder Nahwärme wird weiter ausgebaut. Langjährige Forderung für den Anschluss des Uni-Südgelände an das Fernwärmenetz konnte realisiert werden. Der Siemens-Campus wird über ein BHKW versorgt.

Dez
2018
2018
Aufwertung Wöhrmühlinsel Südspitze

Aufwertung Wöhrmühlinsel Südspitze

Natürliche Entwicklung zum Auwald

Jun
2019
2019

RECUP

Einführung eines Mehrwegpfandbechers für Kaffee, der in allen mitmachenden Bäckereien etc. abgegeben werden kann.kleine Bäckereien und Cafés machen zahlreich mit, die beiden größten Ketten leider noch nicht. Auftaktaktion mit kostenloser Verteilung bei Ersemestereinführung der Uni

Jan

Grünkampagne: Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, Zuschuss Baumpflanzungen

Private Grünmaßnahmen (Dach-, Fassadenbegrünung, Entsiegelung, Baumpflanzung) werden durch die Stadt finanziell bezuschusst.

2019
2019
ESTW-Kohleausstieg 2021

ESTW-Kohleausstieg 2021

Erlangen schließt bereits 2021 den Kohleausstieg ab. Der letzte, einzig noch verbliebene Kohlekessel der ESTW wird 2021 abgeschalten und durch Gas sowie ein BHKW am Siemens-Campus ersetzt. Das BHKW ist seit 2019 in Betrieb.

Feb

Energieautarkes Klärwerk

Eigenbetrieb Entwässerung "Energie.effizienz.gewinner 2019" der Energie-Region Nürnberg 

2019
2019

Klimanotstand

Erste bayerische Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat. Beschluss der Forderungen von Fridays for Future im Juli 2019. Es wurde ein Gutachten beschlossen, wie das 1,5-Grad-Ziel in Erlangen umgesetzt werden kann. Themen des Klimawandels werden bei Beschlüssen prioritär berücksichtigt. Zahlreiche Zusatzmaßnahmen sind bereits erarbeitet. Klimaprojekte bilden einen großen Schwerpunkt im städtischen Haushalt.

Mai

Das haben wir vor

Wir werden entschlossen den Klimawandel bekämpfen durch u. a.: 

  • konsequente Umsetzung der Ergebnisse des Gutachtens zum 1,5-Grad-Ziel
  • Öffentlichkeitsarbeit sowie Bürgerbeteiligung zum Thema Klimaschutz
  • konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien unter Nutzung aller Potentiale
  • Kooperation der ESTW mit anderen bayerischen Stadtwerken zur Errichtung auch weiter entfernt liegender Windkraftwerken
  • das massive Absenken des Energieverbrauchs sowohl durch starke Effizienzstandards bei Neubauten als auch durch energetische Sanierung des Gebäudebestands sowie durch den Ausbau der Nah- und Fernwärmeversorgung durch die ESTW
  • Absenken des sonstigen Energie- und Ressourcenverbrauchs
  • Thematisierung der Auswirkungen auf sozial Benachteiligte und deren angemessene Abfederung
  • eine „Erlanger Verkehrswende“ durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs u. a. mit der Stadt-Umland-Bahn, den Maßnahmen des Radenscheids und des Zu-Fuß-Gehens sowie den Ausbau von Sharing-Angeboten
  • eine Stadtentwicklungspolitik der „kurzen Wege“
  • die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf klimaneutralen Antrieb
  • die Ausweitung von naturnahem Grün und Baumpflanzungen
  • die Umstellung möglichst vieler Aspekte des Lebens auf mehr Nachhaltigkeit z. B. durch Verwendung nachhaltiger Baumaterialien, die Nutzung biologisch und regional erzeugter Lebensmittel etc.
  • Nutzung unserer Städtepartnerschaften zum gemeinsamen Handeln


Umweltschutz wird weiterhin einer unserer Schwerpunkte sein. Wir wollen u. a.:

Energie im Klimanotstand

  • das Förderprogramm für energetische Sanierung und Solarenergie weiter massiv ausweiten
  • ein Heizungsumstellungsprogramm
  • Dachflächen weiter konsequent für Photovoltaik nutzen
  • Energiestandards im Regelfall auf 30 % besser als die EnEV. Bei städtischen Neubauten und Sanierungen in der Regel Passivhausstandard
  • Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED noch deutlich beschleunigen
  • Quartierskonzepte zur Sanierung und Energieversorgung mit Bürgerbeteiligung

Stärkung der Artenvielfalt

  • die Grünpflege vollständig auf naturnahe Pflege umstellen (Ausnahme Spiel- und Sportflächen)
  • den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel auf städtischen verpachteten Feldern schrittweise beenden sowie die Umstellung auf biologische Landwirtschaft fördern
  • bestehende Biotopen schützen und neue sowie Verbünde schaffen
  • den südlichen Teil der Wöhrmühlinsel einer Entwicklung zum Auwald überlassen
  • die Renaturierung von Wasserflächen

Grün in der Stadt

  • Fortsetzung des Grünanlagen-Neubaus und der Baumpflanzungen, Begrünung städtischer Plätze, Straßen und Gebäude
  • Beibehaltung und ggf. Ausweitung der Förderung von privater Begrünung
  • Begrünung in Bebauungsplänen festsetzen
  • weitere Angebote im Bereich „essbare Stadt“ / Urban Gardening

Beschaffung

  • den Bio-Anteil weiter erhöhen
  • die nachhaltige Beschaffung ausbauen